Hi,
ich bin Matthias und ich laufe. Das ist, da wirst du mir zustimmen, nicht viel Information, aber das, was wesentlich ist.
Doch, vielleicht noch etwas mehr:
Ich bin 54 Jahre alt und laufe seit gut dreieinhalb Jahren (wieder) regelmäßig. Ich habe in diesem Jahr bis heute (22.09.2024) gute 1.300 km laufen zurückgelegt, bin den Rennsteig-Supermarathon und den Allgäu-Panorama-Marathon gelaufen und werde am nächsten Wochenende den Einstein-Marathon dranhängen.
Vorher war ich bis zu meinem 19. Lebensjahr Leistungssportler (Kanu-Rennsport) und habe mich danach ohne große Leistungsambitionen in verschieden Sportarten (Kanupolo, Rennrad, MTB u.a.) versucht, um schließlich wieder – diesmal als Trainer – im Paddelboot zu landen. Ich habe einige Jahre Kinder im Rennkajak und Erwachsene im Drachenboot trainiert und bin selbst einige Kanumarathons gefahren.
Laufen war – neben zwei Marathonläufen in den frühen Neunzigern – immer ein gern genutztes Ergänzungstraining, aber nur selten die eigentliche Sportart.
Anlass wieder zu Laufen war dann ein Banner auf dem Gipfel der Hohen Salve, das davon kündete, dass hier das Ziel des Kaisermarathons sei. Da der Gipfel der Hohen Salve auch der höchste Punkt des Skigebiets „Wilder Kaiser – Brixental“ ist und ich im Skiurlaub des Öfteren davor stand, war irgendwann der Entschluss gefasst und im September 2021 endlich umgesetzt. Seit dem bin ich – was die „sportliche Identität“ angeht – Läufer.
Aber, warum schreibe ich das?
Wie bereits beschrieben, beschäftige ich mich bereits den größten Teil meines Lebens mit dem Ausdauersport. Der Neustart in ein sportliches Abenteuer auf einem, wenn schon nicht völlig unbekannten, so aber doch fremden Gebiet – beim Kaisermarathon gilt es neben 42,2 km auch ca. 2.800 hm teilweise im Gelände zu überwinden – brachte es mit sich, dass ich mich auch mit dem Wie?, dem Warum? und dem Womit? des Laufens beschäftigen musste und wollte.
Diverse Bücher, Blogs, Vlogs, Filme und unzählige YouTube-Videos später und insbesondere nach vielen gelaufenen Kilometern auf und abseits der Straße glaube ich, eine eigene Sicht als Späteinsteiger und „Mid-Pack-Runner“ auf das Laufen zu haben, die ich in diesem Blog teilen will. Es soll dabei weniger um Lauftechnik oder Laufausrüstung gehen. Für ersteres gibt es Spezialisten, die weitaus berufener sind, als ich das bin. Zudem dürfte es schwer werden, dazu etwas per Blog zu vermitteln. Zur Ausrüstung – insbesondere Schuhen – gibt es unzählige Tests mit mehr oder weniger nachvollziehbaren Bewertungen, die das Konsumentenherz höher schlagen lassen. Wenn du mit dem Laufen anfängst, wird es nicht lange dauern, dass du diverse mehr oder weniger sinnvolle Anschaffungen tätigst. Wenn Läufer bist, hast du vermutlich den einen oder anderen Schuh im Regal stehen.
Mir geht es um das Warum?. Also das Warum laufe ich?, das Warum muss ich bei dem Wetter raus?, das Warum ist das hier so steil? und das Warum tue ich mir das immer wieder an?, aber auch um das Warum nutze ich wann welches Training, um was zu erreichen? und Warum sollte ich was eher meiden?
Nichts von dem, was ich schreiben werde, hat den Anspruch, die abschließende und endgültige Wahrheit zu sein. Es wird sich immer um Meinungen handeln, die auf meinem Wissen, meinen Erfahrungen und meinen Überlegungen basieren. Dinge, die bei mir funktionieren, müssen nicht für jeden anderen passen. Genauso können Dinge bei anderen funktionieren, die ich für wenig zielführend oder gar falsch erachte. Ich werde mich bemühen, meine Meinungen so zu begründen, dass jeder für sich selbst bewerten kann, ob er dies für plausibel hält.
So, das wars fürs Erste. Ich gehe dann mal eine Runde Laufen.
Bleibt gesund,
Matthias

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